Bauprodukte mit problematischen Emissionen in Gebäuden
Asbest, PCB, Holzschutzmittel – diese Aufzählung liest sich wie ein Gruselkabinett der Baustoffgeschichte. In manchen Gebäuden stößt man beim Sanieren und Renovieren auch heute noch auf diese und andere problematische Stoffe, die die Gesundheit schädigen können. Als besonders gesundheitsgefährdend gelten bestimmte VOCs (flüchtige organische Verbindungen) ab einer bestimmten Konzentration.
Je dichter die Gebäudehülle, desto geringer der Luftaustausch
Wer sich von solchen Altlasten befreit hat, wird auch beim Einbau neuer Komponenten mit äußerster Sorgfalt vorgehen. Zum Einsatz sollten nur Baustoffe kommen, die gesundheitlich unbedenklich sind. Denn Modernisierungen, zum Beispiel eine Fassadendämmung oder der Austausch von Fenstern, haben den Zweck, die Gebäudehülle dichter und energieeffizienter zu machen. Allerdings: Je dichter die Gebäudehülle, desto geringer der Luftaustausch. Auch wenn sich der Luftaustausch durch manuelle oder automatisierte Lüftung teilweise kontrollieren lässt – besser ist es, in den Wohnräumen möglichst wenige Emissionen entstehen zu lassen. Denn je weniger Schadstoffe in der Atemluft, desto höher die Wohngesundheit!
Das EMICODE-Zeichen bietet verlässliche Orientierung
Um auf Nummer Sicher zu gehen, dass die gewählten Baustoffe ohne Bedenken verwendet werden können, sollten Verarbeiter und Verbraucher auf seriöse Zertifikate achten, zum Beispiel das EMICODE-Siegel. Dieses wird ausschließlich an Produkte vergeben, die minimalste Emissionen garantieren – ideal für luftdichte Gebäude. Produkte mit EMICODE-Zeichen wurden von unabhängigen Laboren in speziellen Prüfkammern auf VOC-Emissionen getestet. Damit die Grenzwerte dauerhaft eingehalten werden, folgen auf die Erstprüfung regelmäßige, unangekündigte Stichprobenkontrollen durch unabhängige Experten und Prüfinstitute.
Grenzwerte erfüllen höchste Standards
Baustoffe mit EMICODE-Zeichen gibt es für die unterschiedlichsten Gewerke. „Für alles, was verbindet, klebt, abdichtet“, sagt Stefan Neuberger, Vorstandsvorsitzender der GEV. „Die Glaubwürdigkeit des Zeichens wurde von Anbeginn durch eine satzungsgemäß festgelegte klare Haltung gegen Greenwashing begründet. Die Grenzwerte, die sich alle Mitglieder der GEV verpflichten einzuhalten, erfüllen den höchsten Standard für emissionsarme Innenraumluft weltweit.“ Der Erfolg des EMICODE-Siegels ist beeindruckend: Mittlerweile beteiligen sich mehr als 250 Hersteller aus 24 Ländern an diesem nachhaltigen Konzept.