Unbestritten ist, dass sich die Einkaufswelt im Wandel befindet. Digitale Technologien bieten dem Handel die Möglichkeit, auf veränderte Konsumentenerwartungen zu reagieren und zugleich das eigene Geschäftsmodell zukunftsfähig zu machen. Nachfolgend einige Beispiele, was bereits möglich ist.
Smarte Store-Formate
In neuen Store-Formaten probieren Händler mithilfe der Nutzung von Sensorik, Kameratechnik und Algorithmen neue Serviceleistungen aus. So lassen sich etwa Waren im Einkaufskorb automatisch erkennen – der Preis wird anschließend direkt vom eigenen Account abgebucht.
Sprachassistenten
Immer mehr Konsumenten nutzen digitale Sprachassistenten, um ihre Einkäufe zu erledigen. 35 Prozent der Besitzer so eines Gerätes haben bereits Produkte aus den Kategorien Lebensmittel und Fashion geordert oder eine Essensbestellung vorgenommen. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Capgemini. 40 Prozent der Befragten sind sogar der Meinung, in drei Jahren eher einen intelligenten Helfer als eine mobile App oder Website für den digitalen Einkauf zu nutzen. Aus Händlersicht gilt es schon heute darauf zu reagieren.
Digitale Preisschilder
Durch elektronische Preisschilder können stationäre Händler unkompliziert ihre Preise ändern. Das spart Personal-, Material- und Druckkosten. Zugleich können die Unternehmen flexibler reagieren und das Sortiment besser mit dem Online-Handel verzahnen.
Kontaktloses Bezahlen
Bezahlen können Kunden bereits heute mittels NFC-Technologie, indem Karte oder NFC-fähiges Smartphone und ein Lesegerät miteinander kommunizieren und die für die Abbuchung vom Konto nötigen Daten austauschen. Der Vorteil für den Handel: Kontaktlos zahlen soll laut Experten deutlich schneller und störungsfreier funktionieren als Barzahlung oder Kartenzahlung mit Einstecken. Grundsätzlich gilt: Bequemlichkeit und Schnelligkeit bei Bezahllösungen werden immer wichtiger.
Intelligente Umkleidekabinen
Eine intelligente Umkleidekabine erkennt unter anderem mittels einer fest in die Kabine installierten RFID-Sensorik oder eines Barcode-Scanners die Kleidungsstücke, die der Kunde zum Anprobieren mitbringt. Daraufhin zeigt ein Touchscreen-Monitor an, welche weiteren Größen und Farben verfügbar sind, aber auch passende Ergänzungen werden vorgeschlagen.