Digitalisierung und Automatisierung sind mittlerweile keine netten Extras mehr, sondern haben sich zu zentralen Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie entwickelt. Unternehmen, die sich dieser Werkzeuge nicht bedienen, geraten gegenüber ihren Konkurrenten zunehmend ins Hintertreffen. Das Internet der Dinge und künstliche Intelligenz beispielsweise werden von etwa 90 Prozent der deutschen Unternehmen als „wettbewerbsentscheidend“ betrachtet, hat der Digitalverband Bitkom in einer Befragung ermittelt.
In den nächsten zehn Jahren wird der Einsatz künstlicher Intelligenz immer selbstverständlicher werden – in allen Bereichen der Produktion, von der Buchhaltung bis zur Prozesssteuerung in smarten Fabriken. Ein weiterer Trend ist die zunehmende Bedeutung kollaborativer Roboter, die anders als klassische Industrieroboter gemeinsam mit Menschen arbeiten.
90 Prozent der deutschen Unternehmen betrachten künstliche Intelligenz als wettbewerbsentscheidend.
Industrielle Digitalisierung: Der Stand der Dinge
Die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft kommt voran, allerdings keineswegs gleichmäßig: Große Unternehmen und bestimmte Branchen – allen voran die Informations- und Kommunikationstechnologie, Elektrotechnik sowie der Maschinen- und Fahrzeugbau – haben laut dem Digitalisierungsindex des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bereits einen hohen Digitalisierungsgrad erreicht. Kleinere Unternehmen dagegen und bestimmte andere Branchen wie das sonstige verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe sind wesentlich weniger digitalisiert.