Das Tierwohl steht bei Verbrauchern hoch im Kurs. Aber auch für Landwirte stehen Wünsche wie Tiergesundheit, Wirtschaftlichkeit sowie Transparenz und Qualität in den Prozessen ganz oben auf der Prioritätenliste, denn sie sind der Schlüssel für ökonomischen und ökologischen Erfolg in der Nutztierhaltung. Die Lösung bringt der Einsatz von Sensoren in den Ställen, die laufend verschiedene Parameter überprüfen.
Digitalisierung in der Tierhaltung: objektive Werte
Mittels der Sensoren kann der Landwirt kontinuierlich das Stallklima, zum Beispiel auf Zugluft, überprüfen. So sollte der Wind zum Beispiel mit maximal 0,2 Metern pro Sekunde durch den Schweinestall strömen. Steigen im Sommer die Außentemperaturen, sind 0,6 Meter pro Sekunde bei erwachsenen Tieren vorübergehend erlaubt. Sensoren liefern dafür die exakten Werte, an die sich der Nutztierhalter halten und auf die er sofort reagieren kann. Oder das Beispiel Luftfeuchtigkeit: Ist sie zu niedrig, schadet das dem Atmungsapparat der Tiere. Ist sie zu hoch, kondensiert Wasser im Stall, was wiederum Schimmelpilze und Korrosion fördert. Weitere wichtige Werte wie Temperatur, Licht und Schadstoffe lassen sich ebenso kontrollieren.
Weniger Krankheiten
Auch die Tiere können von Sensoren überwacht werden. Fressverhalten, Bewegungsradius oder Körpertemperatur lassen sich protokollieren: Der Computer meldet so präzise wie schnell Abweichungen bei jedem einzelnen Tier. Wenn dann trotz genauester Überwachung ein oder mehrere Tiere erkranken, können Landwirt und Tierarzt reagieren, indem sie das Tier impfen, bei Bedarf von der Herde trennen und so die weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern. Negative wirtschaftliche Folgen für die Tierhalter lassen sich so vermeiden.
Das Zusammenspiel von Digitalisierung im Stall und direkt am Tier ist eine Investition, die sich für den Tierhalter lohnt und die Wünsche der Verbraucher erfüllbar macht. Wichtig ist allerdings, dass der Nutzen der Digitalisierung für das Tier dem Verbraucher näher gebracht wird, damit mehr Technik im Stall innerhalb der Gesellschaft akzeptiert wird.